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Unser Graupapagei "Sultan" |
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Januar 1999 |
letzte Aktualisierung am: 09.03.2011 |
Dezember 2006 |
| Name | Sultan | Der Name wurde nicht gleich nach dem Schlüpfen vergeben, hier befand er sich noch unter der Obhut seiner Papageieneltern bei unserem Tierhändler. Die Namensvergabe erfolgte auch nicht gleich nach dem Kauf. Wir konnten uns nicht zu einem von allen akzeptierten Namen durchringen, bis beim Besuch einer Bekannten diese sagte: "So ein edeler Vogel muss doch auch einen edlen Namen erhalten. "Sultan" passt da doch recht gut." Das war die Idee und "schon" hatte unser Papagei seinen Namen. |
| Geburtsdatum | im Juni 1998 | Das genaue Datum konnte der Tierhändler nicht sagen, da mehrer Junge geboren wurden und er dadurch nicht exakt sagen konnte wann welches Jungtier geboren wurde. |
| Kauftag | 11.09.1998 | |
| Geschlecht | männlich | Das Geschlecht eines Graupapagei kann man optisch nicht sicher erkennen. Für eine Geschlechtsbestimmung wäre damals ein kleiner medizinischer Eingriff notwendig gewesen, das wollten wir nicht. So lebten wir bis zum Sommer 2006 in der Annahme, er sei männlich, da einige Merkmale dafür sprachen. Erst durch eine Blutanalyse, die wir im Rahmen seiner Krankheitsphase im Sommer 2006 durchführen ließen, konnte das tatsächliche Geschlecht ermittelt werden. Die Bestätigung erfolgte mittels eines Zertifikates .Unser Tierarzt und auch wir hatten mit unserem Tipp- männlich- richtig gelegen. |
| So ist er aufgewachsen |
Durch unseren neuen "Untermieter", unserem Graupapagei, mussten wir ab dem 11.09.1999 in unserer Wohnung einiges verändern. Einen Käfig für einen Graupapagei stellt man mal nicht so einfach auf einem Tischchen, wie das bei einem Wellensittich leicht möglich ist. Wir entschieden uns, den Wohnraum als Käfig-Standort zu wählen und das aus folgenden Gründen: 1. Die Platzverhältnisse waren hier die Besten (geräumigsten) und fast noch wichtiger: 2. Er sollte immer in unserer unmittelbaren Nähe sein. Dies ist sehr wichtig, das haben wir in den über 9 Jahren Papageibesitzerzeit festgestellt. Der Vogel braucht die Nähe der Personen, mit den er tagein und tagaus zusammen ist. Wenn kein Blickkontakt mehr vorhanden ist macht er mit Rabatz (pfeifen und erzählen) auf sich aufmerksam.
Die Käfiggröße (B:86cm, T:54 cm und H:145 cm) forderte auch ihren Tribut: zwei Teile der Schrankwand mussten daran "glauben". Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist "Sultan" sehr gut mit seiner neuen "Wohnung" zurecht gekommen, in der er heute noch wohnt.
In den ersten Wochen wurde er von uns mit einem selbst angerührten Aufzuchtbrei gefüttert. Danach begann die Zeit der "festen" Nahrung: Banane, Körner, Obst. Wir haben uns viel Zeit genommen mit unserem Graupapagei. Allerdings "musste" er auch überall dabei sein und "musste" alles kontrollieren.
Ob beim Gameboy spielen unseres Kindes (Sybilles Sohn Felix) oder
beim Wäsche aufhängen, genauer gesagt beim Abhängen. War man nicht schnell genug, hatte er schon die Klammern abgenommen, aber "vergessen" das Wäschestück festzuhalten.
Gespielt wurde mit allem was in den Schnabel hineinpasste oder auch nicht richtig hineinpasste.
Mit dem "Zitronenei" hatte er es nicht so einfach,
mit dem Kugelschreiber oder besser gesagt der Kugelschreiberhülle (zuvor haben wir die Kugelschreibermine rausgenommen) kam er besser zurecht. Aber als Kugelschreiber konnte man diesen danach meist nicht mehr erkennen.
Wenn mal gar nichts da war, musste Felix sein Ohr herhalten.
Landemöglichkeiten haben wir für ihn in der Wohnung auch mehrere eingerichtet: auf dem Käfig, wie auf einem Bild weiter oben zu sehen ist
oder auf einem, an Ketten aufgehängten, Ast.
Das war aber für einen neugierigen Graupapagei viel zu langweilig,
interessanter waren da die Gardinen
oder auch dieser Landeplatz.
Das er hier noch sehr jung war erkennt man sehr gut an seinen durchgängig schwarzen Pupillen. Im September 1999 zogen wir um
und unser Graupapagei erhielt in der neuen Wohnung einen geräumigeren und helleren Standort.
Da dieser Wohnung über zwei Etagen verfügte ergaben sich natürlich viel mehr Landemöglichkeiten.
Sein wichtigster Landeplatz, sozusagen sein Stammplatz war ein eingekürzter Obstbaum, der sich im Wohnraum befand.
Neben der Treppe und dem Treppengeländer gab es auch noch einen besonderen Fensterplatz. Die selbst "bearbeitete" Föhnverpackung gehörte aber nur kurzzeitig dazu.
Es gab aber auch Landeplätze, die wir als nicht unbedingt "normal" für einen Graupapagei einstufen würden, am Bild
oder im Gefrierschubfach. Übrigens ist das Frostfach eines seiner bevorzugten "Landeplätze". Ist er in der Küche und wir öffnen den Gefrierschrank, ist er sofort "startklar" und landet kurz darauf im Gefrierschubfach.
Auch im Garten hatte er seinen Platz, direkt unter einem Kirschbaum.
Da wir unserem Graupapagei nicht die Flügel stutzen, war ein Aufenthalt im Freien nicht möglich. Neben dem Vorteil der ständigen frischen Luft im Garten gibt es einen weiteren: den der ständige Versorgung mit frischen Obstästen. Diese werden von Sultan dann zerkleinert, ähnlich wie es ein Häcksler vermag.
Besonders kreativ ist ein Graupapagei, wenn es um sein Futter geht. Das warten auf seine Futterschale am Käfig kann man noch als normal ansehen, aber die Kontrolle der Kochtöpfe, den "Pfannkuchenklau" und das "Verspeisen" der kurz zuvor eroberten Brötchenecke auf der Honigflasche gehören schon in die Rubrik - "Außergewöhnliche Futtermethoden".
So ein Graupapagei kann auch ein sehr gut erzogenes Tier sein. Für sein "Geschäft" geht er schon mal auf die Toilette - und das tatsächlich zum "Klecksen" und nicht nur fürs Foto. Das haben wir ihm vom ersten Tag an angewöhnt und so weiß er, was er auf dem Örtchen zu erledigen hat: "Mach mal 'nen Klecks!" Das sagt er dann und das tut er auch!
Im Juni 2006 gab es, wiedermal, nicht nur für uns einen Wohnungswechsel. Damit änderte sich nach 6 Jahren auch seine Umgebung. Beim ersten Umzug war er noch sehr jung, jetzt aber hatte er sich schon an seine Umgebung über mehrere Jahre gewöhnt. Graupapageien sind zwar sehr neugierig aber auch ängstlich wenn sie sich das erste mal in einer neuen Umgebung aufhalten. Wir waren gespannt wie er sein neues Zuhause aufnehmen würde.
Der Käfig-Standplatz befindet sich im Sein Standplatz befindet sich in Fensternähe, so ist es hell und es ist ausreichend Tageslicht vorhanden. Auf dem Foto ist er im Käfig zu sehen, wenn wir zu Hause sind ist das die Ausnahme. Doch wenn wir Essen wollen muss er in seinen Käfig, sonst besucht er schon mal kurzerhand einen Teller und "bedient" sich selbst.
Sein Stammplatz, der eingekürzte Obstbaum, befindet sich wieder mitten unter uns, im Wohnbereich. Auf seinem "Hausbaum" sitz er besonders gern im Schaukel-Ring.
Weitere gern besuchte Landplätze sind der Käfig und sein mobiler "Sitz-Ast".
Sind unsere Enkelkinder zu Besuch, hat er zusätzliche Landeplätze
bei Janine
und bei Jessica.
Außerplanmäßige Aufenthaltsorte hat er natürlich auch in der Wohnung gefunden: auf dem Highboard in der Küche und auf der Couchlehne.
Seine neueste "Errungenschaft" in Richtung Landeplatz hat er im Bad entdeckt. Da er jeden Tag Sybilles Morgentoilette von seinem mobilen "Sitz-Ast" verfolgt, hat er auch ausreichend Zeit nach neuen "Landeplätzen" im Bad Ausschau zu halten. Und hier das Ergebnis:
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der Wasserhahn am Waschtisch.
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| Seine Krankheitsphase | Bis Ende Juli 2006 hatten wir mit unserem Graupapagei gesundheitlich überhaupt keine Probleme. Leider änderte sich das im August 2006. Unkontrollierte Flüge und Landungen zwangen uns kurzfristig zu einem Tierarztbesuch. Aus der Zeitung hatten wir die Info, dass wir in unserer Nähe ein Tierarzt haben, der auf Papageien spezialisiert ist. Am 16.08.2006 erfolgte dort unsere erster Besuch und eine umfassende Untersuchung (Röntgen, Blutabnahme, Abstriche ) bei Dr. med. vet. Cyrill Sauer. Im Ergebnis wurde ein erweiterter Drüsenmagen und ein Pilzbefall (Aspergillose) festgestellt. Ab diesem Tage mussten wir unserem Graupapagei täglich Medizin verabreichen.
Damit hatten wir glücklicherweise keine Probleme, das Pulver, welches er einnehmen musste konnten wir sehr gut in einem zerquetschtem Bananenstück verabreichen.
Die Tropfenmedizin mischten wir dem Trinkwasser bei. Im Zusammenhang mit der o.g. Untersuchung erfolgte auch die Geschlechtsbestimmung. Wir hatten uns im Internet und Büchern ausführlich über die Krankheit und dessen Verlauf belesen. Fast durchgängig bestand die Meinung, dass diese Krankheit sehr schwer zu heilen sei und es meistens nur eine Linderung geben kann. Damit bestand für uns eine große Ungewissheit, wie wird unserem Graupapagei diese Krankheitsphase überstehen? Bis Anfang Oktober schien sich sein Zustand zu besser. Das war allerdings ein Irrtum. Jetzt wurde es besonders schlimm, er bekam Anfälle, bei denen er völlig unkontrolliert war, er konnte nicht Fliegen und auch nicht auf seiner Stange sitzen. Das einzige was wir machen konnten: ihn auf den Schoß nehmen und beruhigen. Einen besonders schlimmen Anfall hatte er einen Tag vor unserem Urlaub am 16.10.2006. Wir fuhren sofort wieder zum Tierarzt, dieser empfahl uns, ihn während der nächsten Woche unter seiner Betreuung zu lassen. Wir waren sofort einverstanden. Nach dem Urlaub konnten wir ihn wieder nach Hause holen, es ging ihm schon wieder etwas besser. Unserer Tierarzt hatte ihn in der Woche sehr gut medizinisch betreut. Anfang November hatte er die letzten (epileptisch-ähnlichen) Anfälle und die ersten Lautäußerungen waren wieder zu vernehmen. In der gesamten Krankheitsphase hatte er nicht mehr gepfiffen oder geredet, was er vorher sehr intensiv betrieb. Ab jetzt ging es mit seiner Gesundheit und seinem Verhalten aber steil bergauf. Mitte November gab es schon wieder das erste "Hallo" von ihm und er begann sich langsam an seinen "Wortschatz" zu erinnern und diesen auch zu äußern.
Die Futteraufnahme konnte er wieder problemlos selbst bewältigen, im Käfig oder auch auf seinem mobilem "Sitz-Ast".
Wir hatten den Eindruck, dass sich sein Verhalten seit Ende 2006 fast wieder völlig normalisiert hatte. Die Nachuntersuchung im April und August 2007 gaben uns Recht, alle Befunde o.K. - er ist wieder richtig fit. Dass er diese Krankheit so gut überwinden konnte, verdanken wir in erster Linie unserm Tierarzt Dr. med. vet. Cyrill Sauer. Also nochmals ein dickes Dankeschön für die umsichtige und sachkundige Behandlung. Diese Untersuchung nahmen wir auch zum Anlass unseren Papagei "chippen" zu lassen, wie es bei Hunden schon üblich ist. Seitdem trägt er einen reiskorngroßen Transponder unter seiner Haut. Der integrierte Mikrochip kann durch eine Lesegerät in wenigen Minuten den Besitzer ermitteln (die Registrierung erfolgte bei TASSO e.V.), sollte es trotz aller Vorsicht einmal passieren, das unser Papagei uns entfliegt. Aus Verletzungsgründen entschlossen wir uns von Anfang an, unseren Papagei keinen Ring tragen zu lassen. Diesen bewahren wir selbstverständlich gewissenhaft auf. Die Krankheitsursache, so unserer Tierarzt, kann man nicht exakt ermitteln. Eine Möglichkeit könnte pilzbefallenes Futter (besonders solches mit Erdnüssen) gewesen sein. Wir stellten daraufhin die Versorgung auf anderes Futter um, wobei wir auch schon vorher die Erdnüsse aus dem Futter gesammelt hatten. Zur vorbeugenden Behandlung begannen wir im November mit einer 6-wöchigen Inhalation, die wir ab jetzt 2x jährlich durchführen werden. Dabei wird der Käfig mit einem dünnem Tuch (wir nutzen ein alten Bettbezug) zugedeckt.
Der Tubus des Inhalators (Zerstäuber) wird unter dem Tuch vor dem Käfig gestellt. Die spezielle Inhalationsmixtur zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen wird dann fein zerstäubt unter die "Tuchglocke" geblasen.
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| Ernährung | Grundnahrung | Mischung Papageien Light (20%) und Papageien Extra (80%) von Ovator. |
| Zusatz Obst/Gemüse: | Zuckermais, Weintrauben (sehr süße), Bananen, Äpfel, Kiwi, Gurken (geschält), | |
| Trinken | Leitungswasser mit Immunstimulanz-Tropfen (auf 100 ml 10 Tropfen) | |
| Das gib es auch | Wiener Würstchen (sehr
gern), Weißbrot mit körnigem Frischkäse, Weisbrot mit etwas
Marmelade, kleine Schokoladenstückchen Das erfolgt natürlich nur in geringen Mengen und nicht zu oft. |
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| Pflege | Tägliches Einsprühen (handwarmes Wasser) mit einem handelsüblichen Hand-Sprüher mit sehr feiner Düse (damit der Wasserstaub möglich fein ist). An heißen Tagen sprühen wir ihn auch mehrmals ein. Im Sommer (im Garten) nehmen wir dazu auch mal eine Gießkanne. | |
| Gesundheit-smaßnahmen | vorbeugend 2xjährlich 6-wöchige Inhalation ( mit Inhalationsgerät SCALA SC 135) zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen | |
| Ärztlich Betreuung | 2xjährlich zum Tierarzt | |
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